Viren­scan­ner

Viren­scan­ner sind ver­gleich­bar mit Imp­fun­gen.

Dadurch kann nicht nur das eige­ne Sys­tem vor bestimm­ten Schad­pro­gram­men bes­ser geschützt sein, son­dern auch die Ver­brei­tung von Com­pu­ter­vi­ren auf ande­re Sys­te­me kann gestoppt wer­den.

Ent­wick­lern neu­er Schad­pro­gram­me sind die gän­gi­gen Viren­scan­ner natür­lich bekannt.

Aus die­sem Grund wer­den neue Schad­pro­gram­me i.d.R. so pro­gram­miert, dass sie von aktu­el­len Viren­scan­nern nicht erkannt wer­den.

Erst wenn Schad­pro­gram­me einen gewis­sen Ver­brei­tungs­grad haben, wer­den sie von den Anbie­tern der Viren­scan­ner wahr­ge­nom­men und es wer­den ent­spre­chen­de Gegen­maß­nah­men ergrif­fen.

Ver­gleich­bar mit Imp­fun­gen bie­ten Viren­scan­ner einen beson­de­ren Schutz vor rela­tiv weit ver­brei­te­ten und all­ge­mein bekann­ten Angriffs­tech­ni­ken und Schad­pro­gram­men.

Sicher­heits-Updates

Sicher­heits­lü­cken sind ver­gleich­bar mit schwe­ren Schä­den am Immun­sys­tem.

Spä­tes­tens wenn Sicher­heits­lü­cken öffent­lich bekannt wer­den, ver­su­chen Hacker und Ent­wick­ler von Schad­pro­gram­men, die­se Sicher­heits­lü­cken aus­zu­nut­zen.

Um sich dage­gen zu schüt­zen, soll­ten Sicher­heits­lü­cken schnellst­mög­lich durch Ein­spie­len ent­spre­chen­der Sicher­heits-Updates geschlos­sen wer­den.

Dazu ist es natür­lich not­wen­dig, dass ent­spre­chen­de Sicher­heits-Updates (Patches) sehr zeit­na­he bereit­ste­hen.

Vgl. zur beson­de­ren Pro­ble­ma­tik von Android „Android sicher nut­zen”

 


 

Fazit

Impf­schutz kann das Immun­sys­tem wir­kungs­voll „ver­bes­sern” und so einen beson­de­ren Schutz gegen eini­ge bekann­te Erre­ger bie­ten. Unab­hän­gig davon ist ein intak­tes Immun­sys­tem für die Gesund­heit uner­setz­bar.

In Ana­lo­gie dazu ist aktu­el­le Soft­ware die wich­tigs­te Grund­la­ge für ein siche­res Sys­tem.

Im Unter­schied zum Immun­sys­tem bie­tet ein „gesun­des” Com­pu­ter­sys­tem ohne Sicher­heits­lü­cken kei­ne Angriffs­flä­che für Schad­soft­ware und muss des­halb eigent­lich nicht zusätz­lich durch einen Viren­scan­ner „ver­bes­sert” wer­den.

Ob trotz­dem ein Viren­scan­ner not­wen­dig ist, kann nur sys­tem­spe­zi­fisch beant­wor­tet wer­den.

Vgl. zur Pro­ble­ma­tik: „Open Source Soft­ware – Sicher­heit durch Trans­pa­renz”

Für Win­dows-Sys­te­me wer­den Viren­scan­ner i.d.R. emp­foh­len, wäh­rend Android-Sys­te­me nur in sehr spe­zi­el­len Fäl­len davon pro­fi­tie­ren. (Vgl. „Android sicher Nut­zen”)

Für Linux-Sys­te­me sind i.d.R. kei­ne Viren­scan­ner erfor­der­lich.

Unab­hän­gig von der eige­nen Angreif­bar­keit soll­ten ins­be­son­de­re Unter­neh­men dar­auf ach­ten, nicht selbst ver­se­hent­lich Schad­soft­ware zu ver­brei­ten (z.B. per E‑Mail).